US-Präsidentschaftswahl: Was für ein Affentheater!

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Unter den Gold-Fans rund um den Globus gibt es aktuell eine Art „Traum-Szenario“: Donald Trump wird nächster US-Präsident und versenkt mit seinen zahlreichen (noch verbalen) Attacken gegen alle, die nicht bei „drei“ auf den Bäumen sind, die Welt in Dauerpanik und Chaos. In so einem Umfeld, muss Gold doch einfach gut abschneiden, so das Kalkül der „Goldbugs“.

Diese Gruppe Investoren hat folglich bereits eine grundlegende Entscheidung über die anstehende US-Wahl getroffen: Für sie ist diese „Börsen-relevant“. Die Historie spiegelt allerdings ein anderes Bild wider. So kommt es vor allem darauf an, ob ein Präsident gegen Ende seiner ersten Amtszeit bereits eine politisch isolierte “lahme Ente“ ist, oder ob die Wiederwahl wahrscheinlich ist. Ob er Demokrat oder Republikaner ist, ist hingegen aus Sicht der Börsianer zweitrangig.

Mit Trump wird alles anders?

Nun sind allerdings nicht wenige der Ansicht, dass es noch nie „so einen“ Kandidaten auf das wichtigste Amt der Welt gegeben hat wie eben Donald Trump – und deshalb sei eben dieses Mal eben doch alles anders! Auch wenn das US-System dem Präsidenten deutlich mehr Macht und Einfluss verleiht als beispielsweise die in Deutschland verankerte parlamentarische Demokratie der Bundeskanzlerin, so kann man doch noch lange nicht von einer „One-Man-Show“ sprechen, auch wenn Trump offenbar genau das den Wählern weismachen will.

Letztlich wird und muss auch er sich den Regeln im Weißen Haus unterordnen. Eben „das“ umsetzen, was die „Think Tanks“, die echten und selbsternannten Experten sowie Lobbyisten einfordern. Gehen Sie davon aus, dass Trump das bereits jetzt ganz genau weiß und akzeptiert.

Daher gehen wir, Ihr Team von Sicheres Geld, auch bei einer möglichen Wahl von Donald Trump zum neues US-Präsidenten nicht davon aus, dass „die Welt untergeht“ – übrigens genauso wenig wie damals vor etwa 30 Jahren, als mit Ronald Reagan schon einmal aus Sicht vieler „ein Cowboy die Welt in Schutt und Asche“ legen würde.

Was macht Trump so beliebt?

Doch warum ist der permanent politisch inkorrekt polternde Milliardär Trump überhaupt so beliebt bei vielen Amerikanern, selbst dann noch, wenn er seine eigene Zielgruppe attackiert? Die Antwort ist wichtig und gilt nicht nur für die USA sondern zumindest auch für West-Europa und weite Teile des Nahen und Mittleren Ostens – sie lautet: weil er nicht das politische Establishment verkörpert!

Eigentlich ist Trump kein Politiker, er ist ein finanziell unabhängiger Quereinsteiger, der sich nicht um die Regeln der Politik kümmert. Dass ihm auch andere Tugenden, zumindest bei öffentlichen Kundgebungen fehlen, wird von Vielen akzeptiert. Gegen Trump wirkt Hillary Clinton wie eine um die E-Mail-Problematik erweiterte „Christel von der Post“, zumal schwerst von ihrem Ehemann und Ex-Präsidenten Bill Clinton durch die Lewinsky-Affäre gedemütigt.

Hillary Clinton verkörpert – übrigens genauso wie in Deutschland Angela Merkel – die typische politische Partei-Karriere, geprägt vom Hocharbeiten und dem Wegboxen von möglichen Konkurrenten, die beim Wahlvolk in etwa so sexy ist wie „eingeschlafene Füße“. Es ist folglich die Andersartigkeit des Kandidaten und die zunehmende Abneigung gegen „das (politische) System“, das Trump die „Sympathien“ zuträgt. Ein politischer Vorbote auch für Deutschland?

Ein Mann zerstört sich selbst

Zum Glück aus Sicht der Demokraten scheint sich Donald Trump aber auf der Schlussgeraden des Wahlkampfs doch noch aus dem Rennen zu nehmen. Kamen seine gelegentlichen verbalen Schläge unter die Gürtellinie, sowie seine polarisierenden Ausbrüche lange Zeit sehr gut an, so wirkt er inzwischen wie ein aufgezogenes Duracell-Häschen, das einfach den Ausschalter nicht findet.

Würde er nur ab und an die Klappe halten, Trumps Aussichten auf den Thron im Oval Office wären auch weiterhin exzellent. Doch Eltern von Kriegsversehrten oder schreiende Babys zu beleidigen, kann nun wirklich kaum noch irgendjemandem gefallen.

Hinzu kommt die steigende Ablehnung aus den „eigenen Reihen“ der Milliardäre. So ließ Amazon-Gallionsfigur Jeff Bezos verlauten, er würde Trump einen Platz in einer seiner Raketen reservieren, Investment-Legende Warren Buffett scheute sich nicht davor, Trump in Bezug auf Investmententscheidungen mit einem Affen zu vergleichen, wobei er Zweitgenanntem auch noch die höhere Kompetenz zusprach.

Fazit:

Aktuell ist die Rede davon, die Republikaner könnten „ihren“ Kandidaten Donald Trump sogar als Notmaßnahme absetzen und einen anderen Kandidaten ins Rennen um die US-Präsidentschaft ins Rennen schicken. Keine Frage: So „bunt“ war ein US-Wahlkampf schon lange nicht mehr, aber ist „bunt“ oder chaotisch eben auch gleichzusetzen mit „so Börsen-relevant“? Wir sehen das nicht so und gehen eben darum auch nicht von irgendwelchen Wahl-induzierten Verwerfungen an den Finanzmärkten aus.

Interessanter Weise benötigen zum Beispiel die Edelmetallpreise gar keinen Präsidenten Donald Trump um weiter nach oben zu ziehen. Hierfür reichen schon Janet Yellen, Mario Draghi, Mark Carney und Haruhiko Kuroda als demokratisch ungewählte Vorsitzende der FED, EZB, BOE und BOJ problemlos aus. Diese Quadriga wird gleichgültig jedweder politischer Machtverteilung nicht damit aufhören Kreditgeld unter die Geschäftsbanken zu bringen.

Die Wirkung auf die Realwirtschaft wird dabei unverändert äußerst überschaubar bleiben, die Blasenbildung an den Finanzmärkten neue Schubkraft erhalten. Gold und Silber schützen Sie vor dieser eindeutig negativen Entwicklung. Ein Donald Trump schützt sie nur vor Hillary Clinton – doch die ist vergleichsweise harmlos.

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