Tyrannen aus dem Osten bedrohen Ihren Wohlstand, Teil I

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In diesem und im kommenden Beitrag werde ich auf politische und wirtschaftliche Entwicklungen zu sprechen kommen, die eine ernsthafte Bedrohung Ihres Wohlstands und auch Ihres Wohlbefindens darstellen.

In beiden Fällen liegen die Epizentren dieser Erschütterungen zwar östlich der Eurozone, aber direkt an ihrer Grenze. Dabei ist es nicht entscheidend, dass die beiden „Unruhestifter“ Türkei und Russland sich derzeit so negativ entwickeln wie dies nun einmal der Fall ist, sondern, dass die europäische Politik dem nichts entgegenzusetzen hat –  wie schon so oft, wenn Gefahr im Verzug ist, einfach nur untätig rumfaulenzt und lieber versucht sich in teilweise geradezu absurd lächerlichen Partikularinteressen zu verwirklichen.

Und ärgerlicher Weise mangelt es gerade der deutschen Politik in Bezug auf beide Bedrohungen aus Richtung Osten an unmissverständlich harter Haltung um den Widersachern klar zu machen: bis hierhin und nicht weiter!

Die Türkei auf dem Weg in den Niedergang

Am vergangenen Sonntag geschah das, was Experten schon längst erwartet hatten: Teile des Militärs versuchten den Umsturz des Landes über die Absetzung des türkischen Präsidenten Erdogans mit militärischer Gewalt durchzusetzen. Der Putsch scheiterte, das Unheil nimmt nun verstärkt seinen Lauf.

Denn „Held Erdogan“ nutzt natürlich seinen Sieg über ihm gegenüber kritisch eingestellte Kreise um seine Macht radikal auszubauen. Der Despot versucht sich zum Diktator aufzuschwingen und Gegenwehr ist kaum noch vorhanden, schließlich „säubert“ er aktuell die Judikative von „Metastasen“ (Originalton Erdogan), indem er tausende von Richtern entlässt, die ihm „verdächtig“ vorkommen.

Schon zuvor hat er die Exekutive in Form der Polizei „auf Linie“ gebracht und in Bezug auf die Legislative Teile des Parlaments in Form von missliebigen Politikern des Feldes verwiesen.

Die einzige Macht, die das Ende der Gewaltenteilung noch hätte verhindern können, war das Militär. Die Niederlage der Putschisten besiegelt nun auch ihren Niedergang – und damit den des gesamten Landes!

Erdogan bedient sich der Ideologie des Islams um seine Macht auszubauen

Erdogans Wählerschaft und Befürworter sind vor allem unter den bildungsfernen Schichten im Osten des Landes und Islam-Gläubigen zu finden, die für ihn „durchs Feuer gehen“ und eine moderne Türkei nach westlichem Vorbild rigoros ablehnen.

Der Anteil dieser leicht zu blendenden Vorgestrigen beläuft sich vermutlich auf insgesamt mehr als 50 % der türkischen Bevölkerung, so dass zumindest eine Mehrheit, gemeinsam mit ihrem Heilsbringer, den bevorstehenden gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Absturz auch tatsächlich verdient.

Für Europa ist die Anatolisierung der Türkei in Richtung arabisch-islamischer Feudaldiktatur allerdings ein schwerer Verlust. Die Probleme werden sich zuerst bei der Flüchtlingsbewältigung zeigen, wenn Erdogan nicht davor zurückschrecken wird, die bei ihm gestrandeten Menschen in Not, als Waffe gegen die EU einzusetzen. Diese bereits in der Umsetzung begriffenen Taktik Erdogans wird insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel schaden, die zumindest offiziell im Despoten noch immer einen „Partner“ in der Flüchtlingskrise sieht.

Spätestens jetzt rächt es sich auch, dass, ebenfalls auf Geheiß Berlins hin, Türkei-Frontstaat Griechenland in einem bedauernswerten Allgemeinzustand ist. Athen hat daher keinerlei Interesse daran ein, auch militärisch betrachtet, Gegengewicht zur immer aggressiver agierenden Türkei zu bilden.

Europäische Stärke als Zeichen gegen die bevorstehende Tyrannei notwendig

Je stärker Erdogan wird, und der gescheiterte Putsch beschleunigt seine undemokratische Machtergreifung, und -Sicherung, desto höher wird die Rechnung sein, die Europa politisch und wirtschaftlich zahlen muss. Vor dieser Entwicklung hat übrigens Washington seit Jahrzehnten gewarnt, doch das nur am Rande.

Von Seiten Europas muss der Aufstieg des Westentaschen-Putins Erdogan nun vor allem mit einer Haltung beantwortet werden: Stärke! Es darf keine weiteren Kompromisse mit Ankara geben, gerade nicht in Flüchtlingsfragen. Ferner sollte die Demontage der demokratischen Institutionen samt Ende der Gewaltenteilung in der Türkei mit wirtschaftlichen Sanktionen beantwortet werden.

Europa braucht die Türkei nicht zwingend, diese aber – schon auf Grund des hohen Handelsbilanzdefizits des Landes, die EU. Ferner sollten Pro-Erdogan-Demonstrationen in Europa nicht länger zugelassen werden, schließlich werden auch öffentliche Huldigungen für andere „kriminelle Vereinigungen“ in der Türkei hierzulande nicht erlaubt.

Fazit:

Der misslungene Putsch hat den Niedergang der Türkei beschleunigt, da Erdogans Gegenoffensive jetzt noch schneller jede Gegenwehr gegen seine Tyrannei beseitigen wird. Der Umbau der Türkei in eine feudal-islamische Diktatur wird nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche Konsequenzen haben.

So steht die Wertentwicklung der türkischen Lira erst am Anfang einer rasanten und anhaltenden Abwärtsbewegung. Immer mehr Ausländer, Unternehmen aber auch aufgeklärte Türken werden ihre Gelder abziehen und in Euro oder US-Dollar tauschen. Absolut notwendige, aber nur bedingt wahrscheinliche Sanktionen würden diesen Prozess beschleunigen.

Mit Erdogan an der Macht ist die Türkei auf bestem Weg wieder zu einem Entwicklungsland zu werden, in dem wenige Günstlinge des Königs in Saus und Braus leben und der Rest der Bevölkerung in religiös-dummer Demut sein Schicksal akzeptiert – es grüßt Saudi-Arabien!

Machen Sie sich bitte keine Hoffnungen auf eine baldige Gesundung der Türkei. Ein Prozess der Abstoßung des Führers durch eine aufwachende Bevölkerung ist noch nicht einmal im Ansatz erkennbar, dürfte Jahrzehnte benötigen. Der Erdogan-freundliche Umbau auch des Militärs, nimmt leider jede Hoffnung auf eine „Sonderentwicklung“.

Türkische Aktien, Anleihen oder Immobilien stehen, zumindest in harter Währung gerechnet, vor den größten Wertverlusten seit Jahrzehnten. Sollten Sie in der Türkei mit Fremd- oder Eigenkapital aktiv sein, sollten Sie daher so schnell wie möglich, auch mit Verlust, aussteigen. Denn auch hier gilt die „Börsianer-Weisheit“: Die ersten sind die kleinsten Verluste!

Wenn auch Sie über die weitere Entwicklung an den immer komplexer werdenden Finanzmärkten kompetent informiert werden wollen und Ihnen die Sicherheit Ihres Vermögens wichtig ist, sollten Sie den Abschluss eines (Probe-)Abonnements unseres Börsendienstes Sicheres Geld ernsthaft in Erwägung ziehen. Klicken Sie dafür einfach diesen Link!  


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