Besuchen Sie Europa – solange es noch steht!

Artikel teilen

Können Sie sich noch an den Hit aus den 80ern erinnern, der die Überschrift dieses Beitrages ziert? „Besuchen Sie Europa…“ war der der Nachfolgesong zum „Bruttosozialprodukt“ der humorigen Band „Geier Sturzflug“. Im Text vor mehr als 30 Jahren ging es um die mögliche nukleare Katastrophe in Europa angesichts der zunehmenden Aufrüstung durch „Uncle Sam“, so zumindest die Sichtweise der „tieffliegenden Geier“.

Doch die Geschichte ging anders aus, wie seit dem Mauerfall hinlänglich bekannt – und die Aufrüstung in Ost und West wurde vorerst gestoppt, bzw. in mehrere Abrüstungsabkommen überführt.

Und noch etwas ist inzwischen wohl auch den größten Anti-Amerikanern ganz deutlich bewusst: die Gefahr für Europa, genauer gesagt für den Euroraum oder die EU, rührt in vorderster Linie eben nicht aus den Machenschaften der US-Regierung, sondern besteht vielmehr aus der Unfähigkeit der Politik ein gemeinsames, geeintes Europa, das auch Vertrauen bei den Bürgern genießt, auf die Beine zu stellen.

Grexit, Brexit, Exodus?

Das wird besonders in diesen Tagen wieder offensichtlich, wen die Politiker versuchen die Folgen des Brexit zu bewerten und den verbliebenen EU-Bürgern Durchhalteparolen zu Gehör bringen.

Natürlich soll die EU „reformiert“ werden, damit nicht auch noch anderswo Separationsbestrebungen aufkommen und weitere Referenden abgehalten werden. Doch das sind nichts anderes als Lippenbekenntnisse, denn längst ist die Krake EU riesig, unendlich verzweigt. Wer versuchen sollte die Macht Brüssels zu beschneiden, wird schnell merken, dass dies kaum möglich ist ohne das europäische Gebilde noch weiter zu schädigen.

Damit ist aus meiner Sicht eine politische Neuorientierung durch Teile des Bürgertums kaum noch aufzuhalten. Sukzessive werden jene Parteien, die eine Trennung von Brüssel betreiben oder diese zumindest fordern an Kraft gewinnen – europaweit!

Das Volk als echter Souverän?

Das wäre allerdings eine verhängnisvolle Entwicklung, die kaum im Interesse der Bevölkerung sein kann. Statt die Trennung von Brüssel und der europäischen Idee zu betreiben, sollten besser die Vorteile des Zusammenschlusses zur Aufmerksamkeit gebracht werden.

Sollte es  tatsächlich zu weiteren Referenden in der EU über den Verbleib einzelner Länder in der Gemeinschaft kommen, so ist nicht weniger als der Zusammenbruch der EU zu erwarten, da immer mehr Bürger nur die wirklich gleichsam zerstrittene wie peinliche Außenfassade der Union erkennen, nicht aber ihre großen Vorteile.

Abstimmungen über den Verbleib in der EU würden daher fast immer unter viel zu großen emotionalen Einflüssen stattfinden, so dass die Völker der EU als Souverän ausfallen.

Auch den Briten war in der Mehrzahl gar nicht bewusst, welche Vorteile ihnen diese EU – trotz aller „Nachteile“ – am Ende doch beschert, als sie in die Brexit-Abstimmung gingen. Inzwischen wird immer mehr Befürwortern der Separation bewusst, dass man teilweise auf die falschen Einpeitscher gesetzt hat. Verantwortungslose, üble Burschen wie Boris Johnson (Tories) oder Nigel Farage (Ukip), die nach „ihrem Wahlsieg“ statt Verantwortung zu übernehmen, lieber den politischen Rückzug antreten um den auch von ihnen angerichteten Schaden auch ja nicht mehr aus zu großer politischer Nähe ertragen zu müssen, widern sicherlich nicht nur mich an, sondern eben auch die Wählerschaft, die auf diese Versager baute.

Ein Bild des Schreckens

Was aktuell von Europa aus Sicht der Welt übrig bleibt, ist ein Bild des Schreckens. Offensichtlich taugt dieser Kontinent nur noch dafür Fußball-Europameisterschaften oder die Champions League auszutragen – was immerhin positiv besetzte Begriffe sind.

Vielen europäischen Politikern, auch jenen, die der EU positiv zugewandt sind, haben noch immer nicht begriffen, dass genau dieses Bild der dominanten Partikular-Interessen auch zu ökonomischen bzw. finanziellen Entscheidungen in aller Welt führt, die für Europa absolut schädlich sind.

So ist die Rückkehr der Diskussion um die Schieflagen italienischer Banken enger mit der Brexit-Abstimmung verbunden als viele denken. Solange nämlich das Große und Ganze einwandfrei funktioniert, ist die Mehrzahl der Großinvestoren auch bereit lokale Probleme zu akzeptieren. Doch nun ist zu befürchten, dass sämtliche Probleme der alten „Eurokrise“ plus einige neue wieder in den Mittelpunkt der wirtschaftlichen Betrachtungen gelangen werden.

Fazit:

Leider bedarf Europa nicht der atomaren Bedrohungen oder gar Zerstörung von außen, sondern arbeitet erfolgreich an der Eigenerosion. Das hat enorme Auswirkungen auf die Zahlungsströme an den Finanzmärkten, gerade im Aktienbereich. Es ist daher kein Wunder, dass Risiko-Kapital derzeit vom „alten Kontinent“ abgezogen und anderweitig untergebracht wird.

Während sich zum Beispiel die US-Aktienindizes in Schlagweite ihrer Rekordstände bewegen, befinden sich inzwischen die europäischen Märkte meilenweit von diesen Höchstmarken entfernt. Besonders schlecht sieht es aktuell in Mailand aus, wo das Jahresminus aufgrund der schwachen Bankaktien im Index bereits 25 % beträgt.

Sollten nicht bald entscheidende gesamteuropäische Schritte zur Rettung der EU, der Eurozone bzw. der europäischen Idee unternommen werden, droht nicht weniger als die „europäische Schuldenkrise 2.0“. Zu diesen Schritten muss zwingend auch ein großes Investitionsprogramm gehören, dass zumindest teilweise die viel zu hohe Arbeitslosigkeit in der EU angeht.

Leider sträubt sich insbesondere Deutschland gegen so eine Maßnahme, hält an seinem unsinnigen Spardiktat fest. Für uns, Ihr Team von Sicheres Geld, heißt das, dass wir derzeit nicht bereit sind Aktien von europäischen Standardaktien zu empfehlen. Auch anderen Aktienmärkten, die sich deutlich besser gehalten haben, stehen wir abwartend gegenüber.

Die zuletzt wieder deutlich befestigten Preise der Edelmetalle sollten hingegen weiter zulegen können, denn neben der Ausrichtung von Fußball-Turnieren kann Europa vor allem eins geradezu weltmeisterlich: das „Drucken“ von frischem Geld!  Wenn auch Sie über die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten kompetent informiert werden wollen und Ihnen die Sicherheit Ihres Vermögens wichtig ist, empfehlen wir Ihnen  zumindest den Abschluss eines Probe-Abonnements von Sicheres Geld. Wenn Sie diesen Link klicken, erfahren Sie die Details.


Kostenlose Updates


Lassen Sie sich neue Artikel kostenlos per E-Mail zusenden.


Als Willkommensgeschenk erhalten Sie zusätzlich die Sofort-Hilfe “15 Schutz-Maßnahmen die Ihr Geld vor einer Enteignung bewahren” im Wert von 24,95 Euro GRATIS.