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Petra Fechter


Marktkommentar

08.09.2010


Marktkommentar vom 5.9.2010

Liebe Leserin, lieber Leser!

In der vergangenen Handelswoche ging es am deutschen Aktienmarkt wieder bergauf. Am Ende standen 6134 Punkte auf der Tafel.

 

Das entspricht einem Wochenplus von gut drei Prozent. Auch die US-Indizes konnten sich zumindest kurzfristig wieder etwas berappeln. Der S&P prallte an der starken Unterstützung bei 1040 Punkten und beendete schließlich den Handel über der 1100er-Marke bei 1104 Punkten. Auch der Dow Jones konnte sich im Wochenverlauf von Tiefständen unter 10000 Punkten wieder auf 10447 Punkte hocharbeiten. Und letztlich gelang gar dem japanischen Leitindex ein Wochenplus von gut einem Prozent. Der Endstand lag bei 9114 Yen.

 

Weiter hohe Volatilität zu erwarten

 

Zunächst scheint sich ja fürs erste die Lage am Aktienmarkt wieder etwas zu stabilisieren. Und es könnte zumindest kurzfristig für die Bullen noch etwas Luft nach oben vorhanden sein. So wird beim Weltleitindex, dem S&P 500, der Widerstandsbereich um 1130 Punkte wohl kaum im ersten Anlauf nachhaltig überwunden werden können. Auch in Deutschland dürfte die Sägezahnbörse alles andere als beendet sein. Auch hier dürfte allerspätestens im Bereich um 6400 Punkte der Deckel drauf sein.

 

Weiter fragiler US-Arbeitsmarkt

 

Am Freitag wurden ja die jüngsten regierungsoffiziellen Daten zum US-Arbeitsmarkt veröffentlicht. Und an den Märkten kam gar kurzzeitig Euphorie auf, als bekannt wurde, dass im August per saldo nur 54000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft abgebaut wurden. Erwartet worden war ein Jobabbau in Höhe 100000. Hier sei einmal mehr nur kurz erwähnt, dass die wahre Arbeitslosenquote laut John Williams von "shadowstats" immer noch deutlich über der 20 Prozent Marke liegt. Hinzu kommt, dass noch am Freitag Wasser in den Arbeitsmarkt-Euphorie-Wein kam, als nämlich veröffentlich wurde, dass die Beschäftigungskomponente beim ISM-Einkaufsmanagerindex unter die Expansionsschwelle gefallen ist.

 

Zahl der Lebensmittelmarkenbezieher auf Rekordniveau

 

Noch bedrückender ist allerdings, dass im Juno 2010 die Zahl der Bezieher von "food stamps" in den USA auf 41,275 Millionen gestiegen ist. Jüngsten Daten des US-Landwirtschaftsministeriums zufolge waren es sage und schreibe mehr als 474000 mehr Bezieher als noch im Mai. Damit ist die Zahl der Bedürftigen den 20. Monat in Folge gewachsen.

 

Ja, am Freitag wurde massenmedial gefeiert, dass der regierungsoffiziell vermeldete Stellenabbau geringer als erwartet ausfiel. Aber auf die Tatsache, dass fast ein Siebtel der US-Bevölkerung auf den Bezug von Lebensmittelmarken angewiesen ist, wird leider oftmals nur als Randnotiz hingewiesen.

 

Herzlichst

 

Ihr

 

Martin Weiss

 

 

 

 

 

 




Martin Weiss,
Chefredakteur Sicheres
Geld

 
Claus Vogt,
Chefredakteur Sicheres
Geld Deutschland




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